Lokalpolitik

Haushaltsdebatte 2011 - Hat die Musikschule eine Zukunft?

Hier finden Sie alle Berichte zur Haushaltsdebatte 2011. Aus Platzgründen sehen Sie nur die ersten Zeilen eines Beitrags. Bitte klicken Sie auf den jeweiligen Titel, um den kompletten Beitrag zu lesen.

  • Das Haus der Musik bleibt

    In unserer Sonder-Mitgliederinformation November 2015 hatten wir bereits über die Überlegungen berichtet, das Haus der Musik eventuell für die Unterbringung von Flüchtlingen heranzuziehen.In der Ratssitzung am 10.12.2015 wurde dieses Thema jetzt (unter anderem) behandelt. Aus dem ausführlichen Bericht der Westfälischen Nachrichten in der Ausgabe vom 12.12.2015 mit dem Titel „Rechtsfragen und Überraschungen” nachstehend der Abschnitt zum Haus der Musik:

    Telgte - Von A. Große Hüttmann und Björn Meyer

    Verschiedene Themen sind vom Rat der Stadt kontrovers diskutiert worden:

    (...)

    Haus der Musik: Gute Nachricht für die Musikschule: Nachdem die Verwaltung bereits zu Beginn des Tagesordnungspunktes verkündete, dass man eine etwaige Belegung des Hauses der Musik für Flüchtlinge bei der momentanen Lage als unverhältnismäßig einstufe, sind auch die Fraktionen auf eine Linie pro Musikschule umgeschwenkt. In Gänze einig war man sich dabei allerdings nicht. Während Sabine Grohnerts (Grüne) Antrag, dass bei einer möglichen Belegung der Musikschule sowie einer weiteren Turn- oder Mehrzweckhalle immer erst der Rat zu befragen sei, mit Stimmen von FDP und CDU abgelehnt wurde, sprachen sich diese beide Fraktionen bei Enthaltung von Grünen und FDP schließlich klar dafür aus, dass das Haus der Musik für die Verwaltung unantastbar bleibt.

    Die FDP-Fraktionsvorsitzende Karin Horstmann hatte zuvor eingeräumt, bei der bisherigen Diskussion zu vorschnell gewesen zu sein. Nach intensivem Gesprächen mit ihren Fraktionskollegen fordere sie nun, dass Haus der Musik völlig aus den aktuellen Überlegungen herauszunehmen. „Auch als klares Zeichen an die Musikschule“, so Horstmann, das der Einrichtung sonst das Ende drohe.

    (...)

    Wir danken der WN-Redaktion für die freundliche Erlaubnis!

  • Sonder-Mitgliederinformation November 2015

    Liebe Fidelio-Mitglieder, Förderer und Freunde der Musikschule,

    diesmal wenden wir uns mit einer wichtigen und eiligen Nachricht an Sie.

    In der Vorlage Nr. BM 2015/170 für die Sitzung des Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusses am 10.11.2015 wird auch das Haus der Musik als möglicher Unterbringungsort für Flüchtlinge in Betracht gezogen.

    Wir haben uns dazu am 3. November an die Vorsitzenden der Ratsfraktionen gewandt und auf die erheblichen Auswirkungen einer solchen Entscheidung hingewiesen. Unser Schreiben haben wir angehängt.

    Eine Entscheidung, das Haus der Musik als solches aufzugeben und als Wohnraum zu nutzen, würde die Arbeit der Musikschule und damit die musikalische Ausbildung und Förderung vieler Telgter Kinder und Jugendlicher erheblich beeinträchtigen.

    Bitte machen Sie deutlich, dass dies ein sehr hoher Preis wäre und kommen Sie, wenn möglich, am 10.11.2015 als Zuhörer zur Ausschusssitzung.

    Außerdem haben wir Bürgermeister Wolfgang Pieper zu unserer Mitgliederversammlung am 11.11.2015 um 20:00 Uhr eingeladen. Er schreibt, dass er zwar an diesem Abend bereits durch die alljährliche karnevalistische „Rathausstürmung” in Beschlag genommen werde, sich aber nach Kräften bemühe, dennoch zu kommen. Bitte kommen Sie auch zu diesem Termin, um uns in der Diskussion zu unterstützen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fidelio - Förderverein der Musikschule der Stadt Telgte e.V.

    Brigitte Tetzlaff Stefan Wagner Paul Winter

  • Neue Musikschul-Gebührensatzung

    In seiner Sitzung am Donnerstag, 11. Dezember 2014 hat der Rat der Stadt Telgte eine neue Gebührensatzung für die Musikschule beschlossen. Diese neue Gebührensatzung gilt ab Januar 2015.

  • Musikschule unterliegt Wandel

    WN, 12.12.2013

    Demografische Entwicklung und Nachmittagsunterricht zeigen teils deutliche Auswirkungen

    -jks- TELGTE. Der demografische Wandel und der Nachmittagsunterricht bei vielen Kindern haben Auswirkungen auf die Musikschule. Das sagte Musikschulleiter Gregor Stewing im entsprechenden Fachausschuss.

    Die Schülerzahlen sind im Zehn-Jahres-Vergleich um rund ein Drittel gesunken. Waren es im Februar 2003 noch insgesamt 843 Schüler, so lag die Zahl im Februar dieses Jahres bei nur noch 584. Daher musste auch die Zahl der Lehrkräfte reduziert werden. "Das sind Existenzen. Eine solche Entwicklung hat immer Konsequenzen", sagte Stewing.

  • Klares Ja zur Musikschule

    Kulturausschuss stimmt Konzept zu / Leidige Diskussionen sollen ein Ende haben

    WN 19.10.2011

    -rog- Telgte.  Die in der Vergangenheit immer mal wieder aufgekommenen Diskussionen über den Fortbestand der städtischen Musikschule haben sich jetzt erst einmal erledigt. Einstimmig hat der Kulturausschuss das von der Verwaltung vorgelegte Musikschulkonzept beschlossen. Die Kernaussagen: Die Musikschule wird als städtische Einrichtung weitergeführt und soll dauerhaft Bestand haben. Der jährliche Zuschuss aus dem städtischen Haushalt soll auf 180 000 Euro gedeckelt werden (7000 weniger als im laufenden Jahr). Noch offen ist die weitere Zukunft des Hauses der Musik. Ein Verkauf der Immobilie steht im Raum. Zugleich sagt die Verwaltung aber auch, dass ein adäquater Ersatz für diese Räume derzeit nicht in Sicht sei.

    „Die Musikschule ist absolut erhaltenswürdig und steigert die Attraktivität der Stadt“, sagte Katja Stricker für die SPD-Fraktion. „Sehr sinnvoll“ sei es, der Musikschule auf diese Weise Planungssicherheit zu geben, meinte Christoph Boge (CDU). „Wir wissen die Leistungen der Musikschule sehr zu schätzen“, fügte Alexander Prinz für die FDP hinzu. Sie könne nun auf der Basis dieser Grundsatzentscheidung in Ruhe weiterarbeiten. Sabine Grohnert (Grüne) hob auf die erneut gesenkte Deckelung des Zuschusses ab. Damit sei die Musikschule schon eingeschränkt genug. Das ging an die Adresse der CDU, die zunächst einen Preis- und Tarifsteigerungsindex streichen wollte, dies aber wieder fallen ließ.

    Bürgermeister Pieper hatte für die Verwaltung deutlich gemacht, dass der Zuschuss der Stadt nicht pauschal noch weiter heruntergefahren werden könne, ohne dass es dann zu qualitativen Einschnitten komme. Ein Beitritt zur Kreismusikschule brächte finanziell so gut wie keine Vorteile, hatte die Verwaltung in ihrer  Sitzungsvorlage dargestellt.

    „Ich freue mich über die einstimmige politische Rückendeckung für die Musikschule im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen“, verließ ein gut gelaunter Musikschulleiter Gregor Stewing die Ausschusssitzung. Auch Gerlinde Rau und Paul Winter vom Vorstand des Fördervereins Fidelio strahlten. „Ich bin sehr erfreut, dass es jetzt auf Dauer eine klare Aussage gibt, mit der die Arbeit der Musikschule wertgeschätzt wird“, sagte Gerlinde Rau.

    Wir danken der WN-Redaktion Telgte für die freundliche Erlaubnis.

  • Das Konzept der Verwaltung zur Zukunft der Musikschule liegt vor

    Am 10.10.2011 legte die Stadtverwaltung das Konzept zur Zukunft der Musikschule vor, das in den folgenden Wochen in den Ausschüssen und anschließend im Rat behandelt werden soll.

    Das Dokument wurde Fidelio zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

     

  • Informationen zur Haushaltsdebatte 2011

    Unsere Schreiben an die Fraktionen zum ursprünglich geplanten Verkauf des Haus der Musik:

    Ein paar Fakten zum Haus der Musik:

    1. Im Haus der Musik werden Woche für Woche rund 220 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterrichtet. Dafür werden alle vier Unterrichtsräume durchgängig genutzt.
    2. Weiterhin werden bereits jetzt in erheblichem Umfang zusätzlich Räume an den Telgter Schulen für den Unterricht genutzt. Eine Erweiterung des Nutzungsumfangs in den Schulen ist aus Kapazitätsgründen (z.B. wegen des Angebots der offenen Ganztagsschule) nicht möglich.
    3. Einige Unterrichtsfächer benötigen größere Instrumente, die aus Zeitgründen nicht ständig auf- und abgebaut werden können und für deren sichere Lagerung zwischen den Unterrichtsstunden verschließbare Räume benötigt werden. (Beispiele: Klavier, Schlagzeug, E-Gitarre.)
    4. Weiterhin gibt es die größeren Ensembles wie die Junior-Big-Band (über 30 Kinder), die Big-Band Telgte (ca. 20 erwachsene Mitglieder) oder den Streicherkreis. Für diese Ensembles ist der große Raum im Erdgeschoss des Haus der Musik mit seiner festen Ausstattung unverzichtbar.
    5. Zwei weitere Räume werden für die Lagerung von Notenmaterial und regelmäßig für den Unterricht benötigten Instrumenten genutzt.
  • Haushaltssicherung – Wie entscheidet der Rat?

    Liebe Freunde des Fördervereins der Musikschule der Stadt Telgte e.V., liebes Fidelio-Mitglied,

    wie Sie vermutlich schon gehört und / oder gelesen haben, hat der Finanzausschuss in der vergangenen Woche erneut keinen Beschluss zum Haushaltsentwurf 2011 gefasst. Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP haben stattdessen erklärt, dass sie den Weg in die Haushaltsicherung gehen wollen. Dies ist aus unserer Sicht der falsche Weg – viele Gestaltungsmöglichkeiten gehen damit in der Zukunft verloren, weil die Steuerung (und Kürzungen) andere übernehmen.

    Daher unsere Bitte: Informieren Sie sich über die Positionen der Parteien:
    www.cdu-telgte.de
    www.fdp-telgte.de
    www.spd-telgte.de
    www.gruene-telgte.de

    Kommen Sie am Donnerstag (14.04.2011) um 17.00 Uhr zur Ratssitzung und verschaffen Sie sich vor Ort einen Eindruck über die Entscheidungsprozesse und erleben Sie eine der wichtigsten politischen Entscheidungen der letzten Jahre, die auch die Zukunft der Musikschule entscheidend beeinflussen kann.

    Nutzen Sie im Vorfeld Ihre Kontakte zu Ratsmitgliedern und bemühen Sie sich mit uns, die Haushaltssicherung abzuwenden!

    Möglicherweise folgen die Fraktionen ja einem Vorschlag des Bürgermeisters, den Etat nicht zur Abstimmung zu stellen und eine neutrale Stelle einen Blick auf den Haushalt werfen zu lassen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Gerlinde Rau - Paul Winter - Stefan Wagner

  • Protestaktion von Fidelio

    Förderverein der Musikschule setzt sich für Erhalt des Hauses der Musik ein

    Westfälische Nachrichten, 30.03.2011

    Telgte - „Hier spielt die Musik – Hände weg vom Haus der Musik.” So hat Fidelio, der Förderverein der Musikschule ein Protestschreiben getitelt, das nach dem gemeinsamen Konzert der russischen „Flämmchen“ und der Musikschule vor dem Bürgerhaus verteilt wurde. Die Kritik von „Fidelio“ richtet sich gegen den Vorschlag der CDU-Fraktion, angesichts der derzeitigen Haushaltssituation das Haus der Musik zu verkaufen. Nach dem Willen der Christdemokraten soll der Verkaufspreis über dem Buchwert veranschlagt werden. Angesichts von anstehenden Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sowie vor dem Hintergrund eines energieeffizienten Handelns sei „die Konzentration auf wenige Gebäude mit einer hohen Auslastung sinnvoll“, heißt es im Antrag.

    „Die Musikschule wird in ihrer Existenz mehr als gefährdet, indem man ihr eine sehr wichtige Grundlage, nämlich das Haus der Musik, nehmen will“, betont die Fördervereinsvorsitzende Gerlinde Rau.

  • Musikschule vor harten Einschnitten

    WN, 10.11.2003

    Höhere Gebühren und Angebotskürzung

    Von Roland Greife

    Telgte. Die städtische Musikschule steht vor massiven Einschnitten. Kosten sollen gesenkt und die Einnahmen erhöht werden. Sogar über den Fortbestand dieser Kultureinrichtung hat man sich im Rathaus angesichts der prekären Haushaltslage Gedanken gemacht. Ergebnis: Würde die hiesige Musikschule von der Kreismusikschule übernommen, wäre das für die Stadt auch nicht billiger. Denn die Personalkosten würden in gleicher Höhe anfallen wie bisher.
    Daher schlägt die Verwaltung dem Finanzausschuss nun ein zweistufiges Modell vor, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Im nächsten Jahr werden die Ermäßigungen für Mehrfachbelegungen drastisch gekürzt. Eine Familie, die vier ermäßigungsfähige Fächer belegt, müsste dann immerhin 400 Euro im Jahr mehr bezahlen. Die regulären Gebühren werden leicht nach oben aufgerundet. Bei der aktuellen Schülerzahl würden diese beiden Maßnahmen zu Mehreinnahmen von rund 21 000 Euro führen.